Empirie und Induktionsproblem, Henne oder Ei? Hinterm Horizont der MiniaturisierungKeine Erkenntnis ohne Ähnlichkeit
Man weiß es nicht, aber man
vermutet es stark: Für menschliches Denken, das zu
Entscheidungen welcher Art auch immer kommen will, ist das Erkennen
von Ähnlichkeiten der elementarste erste Schritt, mit dem alles
anfängt. Wenn Menschen offensichtlich im Laufe der
Evolutionsgeschichte für etwas großes Talent entwickelt
haben, dann für die Entdeckung von Ähnlichkeiten. Auch
Metaphern, entlang deren ganz generell Denken und Sprechen
fortschreiten, gründen nicht zufällig in Bewegun ...
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Arbeit und Verantwortung (nicht lektorierter Rohentwurf)An die Arbeit!
Es geht nicht um die bessere Berechnung der Zukunft, sondern um die
Erweiterung der Vorstellungskraft.
In
den siebziger Jahren wohnten zwei ältere Damen in der Wohnung
über mir, sozialer Wohnungsbau, ein Zimmer, kleine Küche
mit Sitzbadewanne, Diele mit Kleiderschrank, Bad mit abwaschbarer
Ölfarbe gestrichen, die große Ölfarb-Nasen über
der ganzen Fläche verteilt, Gasheizung, kleiner Balkon, also
schon recht ordentlich ausgestattet und zum Preis von 80 ...
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Rechtsfreie Räume? • Krise und Responsivität • >Die populistische ElementarrationalitätMeinung und Affekt
Demokraten optieren dafür, dass es die
ungehinderte Bildung einer öffentlichen Meinung e ...
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Das Nichts kommt durch den Menschen in die WeltSartres Erfindung des Menschen
Ich
möchte mit einer Beobachtung zur Aktualität Sartres
beginnen, und zwar auf eine zugegebenermaßen etwas merkwürdige
Art, indem ich nicht zuerst über Sartre spreche, sondern über
eine berühmt gewordene Schlußformel Foucaults. Er schreibt
am Ende von Die Ordnung der ...
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Was
Ethik leisten soll • Kann man traumatische Erfahrung übersetzen? - das Böse, Teil 2Vom Baum der Erkenntnis essen
Von
den verbotenen Früchten des Baums der Erkenntnis zu
essen, sollte einmal den Sünder befähigen, gut und böse
sicher zu unterscheiden. Die alttestamentarische Geschichte ist nicht
ohne Rätsel. Zwei Fragen liegen übereinander. Die obere
verdeckt die darunterliegende. Die oben liegende lautet: Was ist
eigentlich so schlimm daran, vom Baum der Erkenntnis zu essen, wenn
anders man nicht weiß, was gut und was b&ou ...
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Von Michel Houellebecq bis Blaise PascalZitate über Langeweile
Es
scheint bisweilen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen
weniger denn je bereit sind, Langeweile zu ertragen, und ohne jeden
Zweifel füllen Abwechslung und „Action“ heute die
Ka ...
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Die primäre Tätigkeit des UnbewußtenDer Wunsch
Freud
zur primären Tätigkeit des Unbewußten:
»Wir
zweifeln nicht daran, daß auch dieser Apparat& ...
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Harry Frankfurt über die WahrheitsliebeHarry Frankfurt „Die schwächste aller Leidenschaften“
Ist das jetzt ein
'leichter Text'?
Wir haben ihn
gleichsam in zwei Teile portioniert. Im ersten Teil ging es um
Frankfurts These, dass dasjenige, was uns eigentlich verletzt, wenn
uns jemand belügt, dreierlei ist ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesDer Schwache
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
Was
heißt im Gegenteil schwach?
Umgekehrt
ist die Schwäche dreierlei: Sie ist 1) unmittelbares
Gehemmtsein
durch eine äußere Kraft, nämlich durch den stärkeren
anderen. Sie unterliegt einem erzwungenen Aufschub. Mit der Folge:
„Alle
Instinkte, welche sich nicht nach außen entladen, wenden sich
nach innen – dies ist das, was ich die Verinnerlichung des
Menschen nenne: damit wächst erst das an den Menschen heran, was
man später seine »Seele« nennt.“ -
Affektkontrolle
kommt via Vergewaltigung von außen. (Und was ist mit der
Affektkontrolle, die zu Zwecken der Verführung e ...
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Foto: © Monika. M. Seibel, »Ernte«
Der Satz vom Grund
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger, Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Heidegger
untersucht den Satz „Nichts ist ohne
Grund“.
Die
positive Umschrift des Satzes wäre, so Heidegger:
Alles
Seiende hat einen Grund.< ...
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Heinrich von KleistÜber das Marionetten Theater
Als ich den Winter 1801 in M...
zubrachte, traf ich daselbst eines Abends, in einem öffentlichen
Garten, den Herrn C. an, der seit kurzem, in dieser Stadt, als erster
Tänzer der Oper, angestellt war, und bei dem Publiko
außerordentliches Glück machte.
Ich sagte ihm, daß ich erstaunt
gewesen wäre, ihn schon mehrere Male in einem Marione ...
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