Strukturwandel der Marktwirtschaft? Feudale Reminiszenzen, Kunstmarkt: Erneuerung ausgeschlossen (nicht lektorierter Rohentwurf)Aufstand des Marktes
Der Kunstmarkt ist also im eigentlichen Sinne und Selbstverständnis
der Marktwirtschaft kein Markt. Und trotzdem funktioniert er wie ein
Markt, wie ein Quasi-Markt. Natürlich muss an dieser Stelle die
Frage gestellt werden, ob die Unterschiede zwischen dem Kunstmarkt
und den ’normalen‘ Märkten auf etwas hindeuten, was
vielleicht einen Strukturwandel innerhalb der Marktwirtschaft
bedeuten kann, oder ob diese Unterschiede gewissermaßen die
ganze Bandbreite der Marktwirtschaft ausmessen?
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Lorena Jaume-Palasi, Matthias Spielkamp:
Ethik und algorithmische Prozesse zur Entscheidungsfindung oder -vorbereitung
AlgorithmWatch Arbeitspapier Nr. 4, Berlin 2017
Ethik in der Digitalisierung
Von Algorithmen gesteuerte,
automatisierte Entscheidungsprozesse (automated decisionmaking, ADM)
nehmen schon heute breiten Raum in unserer Gesellschaft ein. Sie
reichen von Fahrerassistenz-Systemen, die Autos bei Gefahr
abbremsen, bis hin zu Software, die darüber entscheidet, ob
jemandem ein Kredit gewährt wird. Auch staatliches Handeln wird
immer öfter von ADM-Systemen unterstützt, sei es in der
„vorausschauenden Polizeiarbeit“ (predictive ...
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Jacques Derrida: Denken in und mit der Sprache
Die drei Autoren dieses Beitrags haben im
Rahmen ihrer Forschungen zum Thema Sprache gemeinsam einen Text von
Jacques Derrida gelesen, den sie im Folgenden versuchen zu
kommentieren und zu „entschlüsseln“. Es handelt sich
um Derridas Aufsatz „Babylonische Türme“, der selbst
ein Kommentar zu Benjamins berühmten Text „Die Aufgabe des
Übersetzers“ ist. Die folgenden Seiten si ...
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Von Michel Houellebecq bis Blaise PascalZitate über Langeweile
Es
scheint bisweilen, dass wir in einer Zeit leben, in der die Menschen
weniger denn je bereit sind, Langeweile zu ertragen, und ohne jeden
Zweifel füllen Abwechslung und „Action“ heute die
Ka ...
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Es gibt keinen inneren Zwang in Gruppen, Zwang auszuübenGrößer als der Mount Everest
Macht ist gesetzgebend und steht daher gleichsam per definitionem
ausserhalb des Gesetzes. Individuelle Machtphantasien haben immer
auch etwas zu tun mit Gesetzlosigkeit. Der Outlaw, der
Gesetzesbrecher träumt von einer Gesellschaft oder Welt, die von
ihm allein bestimmt ist. Insofern ist der Outlaw auch gleichzeitig
ein ‚Weltverbesserer‘. Die Bandbreite dieser Form von
Machtphantasien umschließt Politiker und Pubertierende genau so
wie Konzernvorstände, Literaten wie Country Sängerinnen.
Zum Glück nicht alle aus den jeweiligen G ...
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Macht-Persönlichkeit • Das Andere in uns • Deklinationen des Anderen: Sprache und ReligionMacht irre
Im August 2012 entschied das
Bundesverfassungsgericht, auch unter dem Eindruck des zunehmenden
Terrorismus, dass unter strengen Auflagen Einsätze der
Bundeswehr im Inland erlaubt seien. In seinen Ausführungen
verlangt das Bundesverfassungsgericht für den Fall Tatsachen
katastrophischen Ausmaßes. Es müsse ein
katastrophaler Schaden unmittelbar bevorstehen, gewissermaßen
ein Fall von annähernder Vaterlandsverteidigung (im Innern), der
durch die „asymmetrische Kriegsführung ...
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Materialien zum Philosophietreffen am 2.11.2016Das 'Glück' in der Moderne
Glück ist seit jeher einer der wichtigsten Kandidaten für eine
plausible Begründung ethischer Urteile.
„Verhalte dich so, dass du weder dein eigenes Glück noch
das Glück anderer gefährdest, sondern es i ...
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Die primäre Tätigkeit des UnbewußtenDer Wunsch
Freud
zur primären Tätigkeit des Unbewußten:
»Wir
zweifeln nicht daran, daß auch dieser Apparat& ...
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