Allmachtsphantasie und DigitalisierungIT from BIT
Muss nicht am Ende jemand wie wir, der einen
unendlichen Datenabdruck hinterlässt, auch unendlich mächtig
sein?
Ich möchte Exegese am Text eines
interessanten Radio-Essays betreiben, den der Deutschlandfunk im Sommer 2019 erneut augestrahlt hat,
den Weyh, wie er mir schreibt, jedoch schon vor vier Jahren verfasst hat.
Er hat darin versucht, in der rasanten
Entwicklung der Digitalisierung der Wirklichkeit eine problematische
parallele Entwicklung des Denkens, eine schleichende, aber dennoch
grundlegende Veränderung unseres Welt- und Selbstverh&au ...
... mehr
Harald Lesch und Hartmut Zohm zur Fusionsforschung
Plasmaphysiker unter sich: Harald Lesch und Hartmut Zohm (Leiter des Bereichs Tokamak-Szenario-Entwicklung und Direktor am Max Planck Institut für Plasmaforschung in ...
... mehr
Wahlen beieinflussen
...
... mehr
Eine Bemerkung zum Anderen und zu Technikgrenzen im DialogSozialontologie
Ontologie fragt nach dem Seienden als
Seiendem (to on he on) (Aristoteles), nach dem Sein des Seienden
(Heidegger). Was heißt es, daß etwas ist, daß es
existiert? Ontologie fragt nach dem Nicht-Beliebigen solcher Setzung
und als das nach den Grundstrukturen des Wirklichen und Möglichen.
< ...
... mehr
Es gibt keinen inneren Zwang in Gruppen, Zwang auszuübenGrößer als der Mount Everest
Macht ist gesetzgebend und steht daher gleichsam per definitionem
ausserhalb des Gesetzes. Individuelle Machtphantasien haben immer
auch etwas zu tun mit Gesetzlosigkeit. Der Outlaw, der
Gesetzesbrecher träumt von einer Gesellschaft oder Welt, die von
ihm allein bestimmt ist. Insofern ist der Outlaw auch gleichzeitig
ein ‚Weltverbesserer‘. Die Bandbreite dieser Form von
Machtphantasien umschließt Politiker und Pubertierende genau so
wie Konzernvorstände, Literaten wie Country Sängerinnen.
Zum Glück nicht alle aus den jeweiligen G ...
... mehr
Souveränitätsversprechen und Fremdenfeindlichkeit“Deutsche Leitkultur“ - zur Metaphysik des Ressentiments
Die
Verankerung des kulturellen Erbes in jedem von uns ist, so
unterschiedlich sie ist, nicht prinzipiell unterschieden von der
Verankerung einer Schuhmarke im gemeinsamen Geschmacksuniversum einer
Schulklasse. Sie ist allerdings un(?)endlich verschlungener,
facettenreicher, geschichtsdurchtränkter, in sich gefalteter,
emergenter, aber durchaus nicht in Teilbereichen unentwirrbar.
So
wie man ein Fadenknäuel zumindest in Teilabschnitten entwirren
kann, auch wenn man vielleicht am gesamten Knäuel scheitert,
lässt sich auch das, was - wenn es sich um ein b ...
... mehr
Zum Ende der Ideengeschichte eines KonstruktsWas es heißt, die Persönlichkeit zu kennen
Von Zeit zu Zeit ist es nötig, sich vor Augen zu halten, was Wissen
in einer empirischen Sozialwissenschaft bedeutet, wie es dort
generiert wird, und wo der wesentliche Unterschied zum Alltagswissen
liegt. Denn das ist sehr unübersichtlich geworden.
Wo
liegen zum Beispiel die grundlegenden Unterschiede, ob ich etwas über
bestimmte, mir bekannte Menschen weiß, oder ob ein Psychologe
behauptet, die Persönlichkeitsmerkmale derselben Menschen zu
kennen?
Der
erste gravierende Unterschied: Der Psychologe kennt diese Menschen
gar nicht. Ich hingegen kenne sie. Ich lebe mit ihnen zusammen. Aber
selbstverständlich muss er sie auch nicht kennen. Es reicht,
wenn sie seine Fragebögen ausfüllen. Denno ...
... mehr
Was heißt bei Heidegger Transzendenz?
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger,
Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Dazu würde ich gern auf zwei Passagen aus „Sein und Zeit“ hinweisen
(bitte
nicht erschrecken vor dem folgenden Heidegger-Zitat. Ich erläutere
es gleich auf der nächsten Seite.):
„Das
»Transzendenzproblem«“, heisst es da, „kann
nicht auf die Frage gebracht werden: wie kommt, ein Subjekt hinaus zu
einem Objekt, wobei die Gesamtheit der Objekte mit der Idee der Welt
identifiziert wird. Zu fragen ist: was ermöglicht es
ontologisch, daß Seiendes innerweltlich begegnen und als
begegnendes objektiviert werden kann? Der Rückg ...
... mehr

Foto: © Monika. M. Seibel, »Ernte«
Der Satz vom Grund
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Rede Martin Heideggers, »Der Satz vom Grund«, aus Heidegger, Gesamtausgabe, Bd.10, S. 171 ff. Frankfurt 1997
(ursprünglich: 1955-1956))
Heidegger
untersucht den Satz „Nichts ist ohne
Grund“.
Die
positive Umschrift des Satzes wäre, so Heidegger:
Alles
Seiende hat einen Grund.< ...
... mehr