Meinungsfreiheit und Klarnamenspflicht
Die Frage was der Mensch ist, ist eine
sehr alte Frage der Philosophie. Ich frage mich, ob folgendes nicht
eine gute Antwort wäre:
Der Mensch ist
das Wesen, das man nach seinem Namen fragen kann.
In allen mir bekannten Kulturen
erhalten Menschen individuelle Namen. Das heißt nicht, dass
jeder Mensch einen Namen hat, denn der individuelle Namen kann
Menschen von anderen verweigert werden, so wie er den Insassen von
KZs verweigert wurde oder in anderer Form staatenlosen Menschen ohne
Papiere. Es würde dennoch Sinn machen, sie nach ihren Namen zu
fragen, auch wenn ihre Antwort wäre, dass si ...
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Von der Liturgie zum Hip-Hop, Strukturell dominant, Aggressiv – dominant (nicht lektorierter Rohentwurf)Transformationen der Marktwirtschaft
Die Marktwirtschaft wird transformiert. Und mit
dieser Transformation geraten auch die in Deutschland und Europa
anhängigen sozialen Komponenten der Marktwirtschaft unter Druck.
Das reicht sogar ganz tief hinein in unsere verfassten
Daseinsbedingungen, also den Grundrechten, sowie in die politischen
Prozesse, deren demokratische Formen sich zunehmend aushöhlen.
Die wirtschaftlichen Grundlagen der
Marktwirtschaft, die historischen Formen des Priva ...
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hegemonialen Formationen und Staat • Der zerfallen(d)e Staat • „Good Governance“Der zerfallende Staat, hegemoniale Formationen und die„Global Governance“-Theorie
1. Das Verhältnis zwischen hegemonialen Formationen und Staat
1.1. Freiwilliger oder erzwungener Verzicht des Staates auf die Erhaltung
des formlosen Gegenhalts in der Gesellschaft
In
diesem Aufsatz wird behandelt, dass und warum der schwächelnde
Staat sich nicht mehr in der Lage sieht, die an ihn gerichtete
Minimalanforderung – die Erhaltung des formlosen Gegenhalts in
der Gesellschaft – durch sein Eingreifen sicherzustellen. Er
verzichtet
freiwillig auf die Erhaltung des formlosen
Gegenhalts und ordnet sich den Aktionen und Reaktionen der
hegemonialen und diskursiven Formationen nicht mehr als gl ...
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(Faust II, 5. Akt, Szene 2) - eine der bis heute profiliertesten Thesen zum Thema Glück überhauptFausts Tod
Faust
Die Sterne bergen Blick und Schein,
Das Feuer sinkt und lodert klein;
Ein Schauerwindchen fächelt's an,
Bringt Rauch und Dunst zu mir ...
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Michael Seibel: Auf der Suche nach einer ZahlWelche Grenzen hat das Recht auf Asyl?
Es
wird gesagt, die Möglichkeiten Deutschlands, Flüchtlinge
aufzunehmen, seien begrenzt. Selbstverständlich sind alle
Ressourcen begrenzt. Selbst Wasser und Luft.
Die
Aussage wird erst dann zu einem Argument, wenn man begründete
Angaben darüber macht, wo die Grenzen liegen und warum sie d ...
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So absolut wie möglich - ein Neubeginn der Kunst nach 1945Gruppe ZERO
„Das ruhige Leben ist
verschwunden. Der Begriff der Geschwindigkeit ist konstant im Leben
des Menschen. [...] Der Mensch wird immer gefühlloser erstarrten
Bildern gegenüber, die keinen Sinn für Vitalität
verraten. Die unbeweglichen Bilder von früher befriedigen nicht
mehr die Wünsche des neuen Menschen, der geformt wird vom
Aktionsdrang und vom Zusammenleben mit der Mechanik, was eine
beständige Dynamik erfordert. Die Ästhetik organischer
Bewegung ersetzt die ästhetische Kraftlosigkeit ersta ...
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Die primäre Tätigkeit des UnbewußtenDer Wunsch
Freud
zur primären Tätigkeit des Unbewußten:
»Wir
zweifeln nicht daran, daß auch dieser Apparat& ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesWo die Moral herkommt
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
„Ulrich
hatte jedoch damals keineswegs die Absicht, für Moosbruggers
Schicksal auch im weiteren Verlauf zu sorgen. Die entmutigende
Mischung von Grausamkeit und Erleiden, die das Wesen solcher Menschen
ist, war ihm ebenso unangenehm wie die Mischung von Genauigkeit und
Fahrlässigkeit, die das Merkmal der Urteile bildet, die man über
sie zu fällen pflegt. Er wußte genau, (...) daß der
Staat schließlich Moosbrugger umbringen wird, weil das in einem
solchen Zustand der Unfertigkeit einfach das Klarste, Billigste und
Sicherste ist.“
(Robert Musil, Der
Mann ohne Eigenschaften, Hamburg 1970, S 244)
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