Exzerpt zur Diskussion von Shoshana Zuboffs Buch „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“Überwachungskapitalismus
Zuboff nennt den Gegenstand ihres
Buches „Überwachungskapitalismus“ (oder wie
es im englischen Origial heißt: „Surveillance
Capitalism“.)
Sie hält das unter diesem Begriff
versammelte Geschehen für „beispiellos“ und
legt äußersten Wert darauf, dass wir dieses Geschehen
nicht mit irgendetwas schon Bekannten, Dagewesenen verwechseln. Wir
würden es, wie sie meint, sonst entschieden unterschätzen.< ...
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ExcerptYuval
Harari, 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert
(Im Folgenden werden die zentralen Thesen von Hararis Buch wiedergegeben,
ohne dass die Fundstellen im Einzelnen immer genau bezei ...
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Wissen: Gemeingut oder Privateigentum? Wissen – Vom Privateigentum zum Monopol, Markt vs. Allmende (nicht lektorierter Rohentwurf)Kultur gegen Markt
beschäftigen uns, zur Zeit noch rein theoretisch die
Voraussetzungen klärend, mit der Frage, ob es denkbar ist, wie
die Ökonomik gerne bestätigt wissen würde, dass die
Reproduktions- und Entwicklungsprozesse einer Gesellschaft
durchgängig als Marktwirtschaft funktionieren können? Oder,
ob eine Gesellschaft ab einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer
Geschichte alle Formen der gesellschaftlichen Praxis, alle
Beziehungen, die sie innerhalb und außerhalb ihrer nationalen
Grenzen unterhält in solche Beziehungen zwischen Ma ...
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Eigentum und Wachstum, Schlaflied vom kontinuierlichen Wachstum, Wertpapiere (nicht lektorierter Rohentwurf)Eigentum und Märkte
Wir
bleiben also noch eine Weile immanent, beschreiben einen Prozess, der
als ein Transfer von Privateigentum in Investivkapital und zurück
in privatrechtliche Vermögenswerte verläuft. Diesen Prozess
nennen wir selbst schon einen marktwirtschaftlichen Prozess in
Abgrenzung zu einem „volkswirtschaftlichen“ Prozess, um
zu verdeutlichen, dass Marktwirtschaft auf einer Eigentumswirtschaft
beruht, eben diesen Prozess der Verwandlung und Rückverwandlung
von Vermögenswerten in Eigenkapital un ...
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Umkehrung der Wertform – Beschränkte Haftung, Volkswirtschaftliches Funktionsversagen (nicht lektorierter Rohentwurf)Umkehrung der Wertform – General Liability
Der
Blick vom Eigentum zum Geld hat sich gewandelt. Nun sieht man nur
noch den Markt. Was darauf passiert, drückt sich in Geld aus,
dessen individuelle Eigentumsform sich in eine allgemeine Wertform
verwandelt hat. Dies gilt universell. In der Theorie wie der Praxis,
in der Ökonomik wie der Geld- und der Finanzpolitik, weltweit.
Ohne Geld kein Markt und ohne Markt kein Geld, lautet die neue
Formel, die Denken und Handeln auf dem Feld der Wirtschaft
zusammen ...
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Globalisierung (nicht lektorierter Rohentwurf)Japans Modell weltweit
Abenomics heißt
das, was Japans Wirtschaft als Medizin aus der Krankheit, die als
eine nationale Wirtschaftskrise diagnostiziert war, verordnet wurde.
Sewit nunmehr über 25 Jahren bekämpft die Bank of Japan die
Krise mit den stets gleichbleibenden Mitteln bzw. Instrumenten:
expansive Geldpolitik, kreditfinanzierte Konjunkturprogrammen und
Strukturreformen der Wirtschaft. Und seit dem Jahr 2013 stellen
Experten eine deutliche Forcierung der Geldschwemm ...
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Des Kaiser’s neue Kleider – Zentralbankzinsen (nicht lektorierter Rohentwurf)Moderne Feudalrechte – Leitzinsen
Unabhängig
von der Verteilungsfrage hat die EZB im Verlustfall ein Zugriffsrecht
auf alle monetären Einkünfte. Diese Zugriffsrechte
unterliegen keiner direkten, parlamentarischen bzw. demokratischen
Kontrolle. Wir sprechen über den Leitzinsen als Vorläufer
der seit 1999 gültigen Referenzzinssätze.
Der
Leitzins war der Zinssatz, zu dem Banken bei der Zentr ...
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Billionen-Blase (nicht lektorierter Rohentwurf)Toxische Werte
Good times, bad times
Good times, bad times – so singt der
versierte Optimist weiter: You know I had my share.
Ja, solange der Aktienkurs die zyklischen Schwankungen der Konjunktur
bzw. der volkwirtschaftlichen Gesamtsituation – d.i. die Summe
der Wirtschaftleistungen, die sich in den prozentualen Veränderungen
des BIP ausdrücken – wiederspiegelt. Aber dann sprechen
wir nicht von Krisen. Bad times aber können Krisen sein, Phasen,
in denen kaum jemand singen kann: I had my share. Ak ...
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Vortrag vom WS 2016/17, 12.10. Universität LeipzigBemerkungen zur Philosophie der Identiät
„ … ich und mich, ich
fühle mich, sind zwei Gegenstände. Uns ...
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Philosophische GrundlagenWas uns bewegt...
Es
gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist
darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich
von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind
aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind
ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das
Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten
vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katas ...
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Aus dem Grund heraus philosophierenMit dem Nichts auf Wanderschaft
Blicken wir vom letzten Kapitel aus
zurück zu Platon, dann fällt uns die gedankliche Nähe
zwischen Platon und Kant bei der Frage nach der Entwicklung, aber
auch nach der Verwandtschaft der philosophischen Auffassungen
bezüglich der Grundlegung des menschlichen Denkens nicht schwer.
Wir haben dabei nicht so sehr auf die zahllosen Details fokussiert,
sondern sind einem Gedankenzug gefolgt, der uns zu einer der
schwierigsten Fragestellungen der Erkenntnistheorie führte, den
synthetischen Erkenntnissen a ...
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Macht politisch
Der Begriff Macht bestimmt sich also allein aus seiner politischen
Gültigkeit. Dies gilt geschichtsunabhängig, ist also für
alle unterschiedlichen politischen Systeme gültig. Wir haben
gesehen, dass politische Systeme sich stark wandeln können, der
Begriff Macht aber unbeschadet dessen seinen Inhalt behalten hat.
Der Inhalt des Begriffs Macht bestimmt sich nicht von der jeweils
bestehenden politischen Ordnung. Er ist jede bestehe ...
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Der gemeinwohlorientierte Staat
Die Addition der (privaten) Eigenwohle ergibt nicht
das Gemeinwohl. Die Gewährleistung des Gemeinwohls ist aber die
Voraussetzung der Selbsterhaltung der Gesellschaft und der Staat ist
der historisch gewachsene Akteur ihrer Sicherstellung. Nur der Staat
kann die Grenzen ziehen, innerhalb derer das Gemeinwohl und damit
die Selbsterhaltung der Gesellschaft gesichert bleibt. Je schwächer
er wird, desto weniger ist er dazu in der Lage.
1. Die Entfaltung des Gemeinwohlgedanke ... ... mehr
(wie entsteht Macht?) Ein Urdemokrat vor 1550Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen
Feigheit
»Mehrern Herren untertan sein, dieses find' ich schlimm
gar sehr, Nur ein einziger sei Herrscher, einer König und nicht
mehr«, so sagt Ulysses bei Homer vor versammeltem Volke.
Hätte er nur gesagt: »Mehreren Herren untertan sein,
dieses find' ich schlimm gar sehr«, so wäre das eine
überaus treffliche Rede gewesen; aber anstatt daß er,
wenn er mit Vernunft reden wollte, gesagt hätte, die Herrschaft
von mehreren könnte nichts taugen, weil schon die G ...
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