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16.05.2025    on the rails again
21.07.2023    Die 'schöne Seele' der Künstlichen Intelligenz.
11.01.2023    Einleitung
01.12.2021    Verbindliche Kriterien für 'Wissen'?
 










    

Aus dem Inhalt:

50 Jahre Frauenwahlrecht in der Schweiz

Die Schweiz war eines der letzten Länder der Welt, das Frauen erst 1971 demokrati ...

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Logisch formales und wissenschaftliches Beweisen zwischen reiner Form, Diskurs und Wahrnehmung, Selbstbezüglichkeit und fakenews

Was macht Beweise zwingend?

Ein Beweis ist eine stichhaltige, zwingende Begründung für die Wahrheit einer Behauptung. Eine Behauptung hat immer sprachliche Form. Ein Beweis nicht unbedingt. Man kann durchaus beweisen, dass ein Krug zerbrechlich ist, indem man ihn zerbricht. Dadurch hat man allerdings nicht bewiesen, dass der nächste Krug ebenfalls zerbrechlich ist. Der Beweis hat also genau das vernichtet, dessen Eigenschaft er bewiesen hat.< ...

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Ein Gedankenexperiment

Künstliche Intelligenz, platonistisch gedacht

Die typische Forschungssituation, vor der Künstliche Intelligenz (KI) und letztlich jede Forschung an Massendaten steht, ist die Suche nach verborgenen Mustern.

In hinreichend umfangreichen Datenmassen lassen sich praktisch beliebig viele Muster entdecken. Beides, Muster zu entdecken oder Muster in Material einzuzeichnen, ist letztlich nichts weiter als ein ästhetischer Akt. Mit der Entdeckung eines Musters ist also noch nichts darüber gesagt, ob das Muster irgend einen Si ...

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Erkenntnistheorie und der Antagonismus der Zeit

Zufall und Notwendigkeit

Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales, erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch innerhalb der platonischen Ontologie, so man von solch einer reden möchte, selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch im ...

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Ausweg oder Sackgasse (nicht lektorierter Rohentwurf)

Modern Monetary Theory

Die große Ouvertüre zum Abschied des Euros ist gespielt. Vor allem in den USA war man von Anfang an davon überzeugt, dass der Euro der Versuch ist, nur mit Trompeten Beethovens Neunte zu spielen. Aber eben aus diesem Land kommt die Aufforderung, neu über das weltweite Geldsystem nachzudenken. Modern Monetary Theory nennt sich das Ganze und ist ein Versuch, der traditionellen Logik der Wissenschaft der Volkswirtschaft zu entkommen. Ob dies gelingt, ob der Versuch im Ansatz nicht schon zum Scheitern verurteil ...

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Der immaterielle Wert des Eigentums, Eigentum und Marktwirtschaft, Eigentum und Volkswirtschaft       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Der Zins

Gesellschaften oder Staatsformen, die kein Privateigentum kennen, kennen auch keinen Zins. Es gibt heute davon nur noch wenige. Wir haben uns die Gleichung: Mehr Güter gleich mehr Wohlstand etwas genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass Wohlstand nicht ganz aufgeht in der rechnerischen Verteilung des BIP auf die Köpfe einer Volkswirtschaft. Wir haben uns die These angesehen, die behauptet, Wohlstand ist eine Gleichung, bei der der Referenzzins eine gewichtige Rolle spielt, insofern seine Auf- und Abwertung ma&sz ...

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Umkehrung der Wertform – bilanziert       (nicht lektorierter Rohentwurf)

Geld als Wertform

Geld ist also nun verschwunden. Aus unserem Berufsalltag, aus unseren geschäftlichen Aktivitäten, aus vielen privaten Bereichen. Das Eigentums-Contracting ist in den Hintergrund eines Interbanken-System-Contracting verbracht worden, auf dessen Oberfläche Geld lediglich Geld als Buchgeld oder money of account sichtbar ist. Diese Sichteinlagen repräsentieren vordergründig money proper, aber, wie wir eben sahen, in einem rechtlich nicht mehr eindeutigen Zustand, den man spätestens bei einer Bank-Insolvenz erlebt. Der Wandel von einem ...

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das Böse, Teil 8

alles ist gut - Platons Entdeckung: die Idee

Oben haben wir uns vergewissert, dass sich das Netz möglicher sprachlicher Differenzen beliebig dicht machen läßt, allemal dicht genug, um über all das an Leid, Übel und Unheil erschöpfend zu reden, dem wir uns als Menschen zu stellen haben. Außerhalb dieses Netzes ist der Begriff des Bösen einfach nur unscharf.

Im Anschluß haben wir uns bei der Lektüre der Stor ...

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...sondern nur politische Macht

Individuelle Macht gibt es nicht!

Nicht immer macht es Sinn, das Ergebnis eines Gedanken oder die Antwort auf eine zentrale Frage wie die: Was ist Macht? so sie schon vorliegt, auch gleich niederzuschreiben. Nicht, wenn die Absicht wie in diesem Kapitel ist, dass jeder, der es liest und sich wirklich mit der Frage beschäftigen will, dies auch auf seine Art und Weise tun kann. Denn bei der Frage um die Macht geht es in unserer Zeit so sehr auch um die eigenen Überzeugungen, die, wenn sie ...

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Macht       Ein Grenzfall des Bewusstseins

Wir bestimmen Macht als einen Grenzfall des Bewusstseins. Nicht, dass wir meinen, Macht wäre nicht ubiquitär, im Gegenteil. Als Vorstellung, wie als reale Macht, ist sie das. Wir müssen also fragen: woher kommt diese Vorstellung von Macht? Wie kommt es dazu, dass diese Vorstellung so verankert sein kann in unserem Bewusstsein, dass sie Handlungen motiviert, die andere Menschen das Leben kosten können? Und sie eben als diesen Grenzfal ...

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Michael Seibel - Grenze als letales Denkmodell

Grenzen schließen

Eine der ersten Assoziationen, die mit dem Wort Grenze verbunden sind, dürfte der Gedanke des Schutzes und des selektiven Austausches sein. Biologische Organismen etwa weisen Grenzen gegen die sie umgebende Außenwelt auf. Im Begriff des Organischen wird gedacht, dass es jeweils substantielle Kriterien dafür gibt, was als Organ zum Organismus gehört und was nicht. Organismen ohne Grenzen gibt es nicht. Im Begriff des Organismus macht man sich eine bestimmte Vorstellung vom Leben selbst. Man sieht Organismen vor sich im kontrollierten Austausch mit ihrer Umwelt, der sie Energie entnehmen. Die Regeln, nac ...

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Anläßlich der Lektüre Nietzsches

Wo die Moral herkommt

(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)

„Ulrich hatte jedoch damals keineswegs die Absicht, für Moosbruggers Schicksal auch im weiteren Verlauf zu sorgen. Die entmutigende Mischung von Grausamkeit und Erleiden, die das Wesen solcher Menschen ist, war ihm ebenso unangenehm wie die Mischung von Genauigkeit und Fahrlässigkeit, die das Merkmal der Urteile bildet, die man über sie zu fällen pflegt. Er wußte genau, (...) daß der Staat schließlich Moosbrugger umbringen wird, weil das in einem solchen Zustand der Unfertigkeit einfach das Klarste, Billigste und Sicherste ist.“ (Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Hamburg 1970, S 244) ...

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Das richtige Leben im falschen?

Judith Butlers
Adornopreis-Rede

Judith Buttler

Nachdem wir uns über Emmanuel Lévinas Aussage aus 'Totalität und Unendlichkeit': »Das wahre Leben ist abwesend.« unterhalten haben, haben wir uns auf die Rede von Judith Butler anlässlich der Verleihung des Adorno Preises hinweisen lassen, in dem sie auch auf die einschlägige Behauptung Adornos eingeht „Es gibt kein richtiges Leben im falsch ...

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Hölderlins Krypto-Romatik

Urteil und Sein

Urteil

ist im höchsten und strengsten Sinne die ursprüngliche Trennung des in der intellektualen Anschauung innigst vereinigten Objekts und Subjekts, diejenige Trennung, wodurch erst Objekt und Subjekt möglich wird, die Ur=Teilung. Im Begriffe der Teilung liegt schon der Begriff der ge ...

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John von Neumann über den empirischen Charakter der Mathematik

Der Mathematiker

Die Erörterung des Wesens intellektueller Arbeit ist in jedem Gebiet eine schwierige Aufgabe, selbst in solchen Bereichen, die nicht so weit vom Hauptfeld der gewöhnlichen intellektuellen Tätigkeit des Menschen entfernt sind, wie es die Mathematik immer noch ist. Es ist per se schwierig, das Wesen irgendeiner geistigen Leistung zu erörtern - auf jeden Fall schwieriger als diese besondere intellektuelle Leistung bloß zu vollbringen. Es is ...

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